24.11.2025
Neun Thesen zum faustischen Pakt linker Gruppen
„Ein Gespenst geht um in Europa“, würden wir gerne sagen. Tatsächlich scheint das Gespenst vertrieben und der „Sozialismus des dummen Kerls” an seine Stelle getreten zu sein. Den antisemitischen Ungeist, den aufmerksame Beobachter seit geraumer Zeit in der politischen Linken erkennen können, wurde bereits vielfach beschrieben. Wir haben die wesentlichen Argumente dieser Diskussion um die künftige Ausrichtung der politischen Linken in neun Thesen zugespitzt. Denn eins ist klar: Es gibt kein Vergeben und kein Vergessen. Wir werden nicht vergessen, wer sich dem antisemitischen Mob andiente und wer die globale Intifada mittrug. weiterlesen
17.11.2025
‚Ich sehe tote Menschen‘ – Zur Todesmetaphorik in der Palästina-Bewegung
“Wir wissen, dass das Morden in Palästina nicht loszulösen ist von der Mitschuld, der Kriegstreiberei und der Profitgier unserer eigenen Ausbeuter. Wir wissen, dass der ungebrochene Widerstand in Palästina Ausdruck der Stärke und der Würde unserer Klasse ist. Wir wissen, dass wir unseren Kampf über alle Landesgrenzen hinweg kämpfen müssen, um uns als weltweite Arbeiterklasse von Krieg und Besatzung befreien zu können und wirklichen Frieden zu erreichen. Wir wissen, dass es genau diese Erkenntnis, diese Einheit ist, die unsere Herrschenden mit aller Macht zu unterdrücken versuchen, weil sie sich ihrer Gefahr bewusst sind. Wir wissen deswegen umso mehr, dass wir uns davon nicht aufhalten lassen.”
Wo auch immer die palästinensische Arbeiterschaft zu sehen sein sollte und wer auch immer das “Wir” in diesem Zitat ist: Die Kommunistische Organisation übersieht hier stellvertretend für viele ein zentrales Motiv der Palästinenser-Bewegung. weiterlesen
05.11.2025
Auch interessant: Stunde Null im AZ Aachen
Auch interessant findet es das AZ in seinem Post vom 3.11., dass am 9.11. vor der Aachener Synagoge die jährliche Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht stattfindet. Die von den Veranstaltern ausgegebene Losung “der Opfer gedenken, aus der Geschichte lernen” wird flott ins Sharepic übernommen und schon ist das linke Gewissen beruhigt.
Auch interessant ist, wie durch das AZ das Erinnern als höchste Form des Vergessens performt wird, indem man sich auf die Geschichte Deutschlands bezieht. Dabei bieten die vergangenen zwei Jahre reichlich Anlass aus der eigenen Geschichte zu lernen, die – die Genossen ohne Instagrampolitisierung werden es wissen – von den Menschen gemacht wird, wenn auch nicht aus freien Stücken. Von der Verantwortung für das eigene politische Handeln entbindet die marxsche Sentenz niemanden.
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